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Feierliche Eröffnung der Beratungsstelle m*power

Mit der feierlichen Eröffnung der Beratungsstelle „m*power“ am 19. Oktober 2017 wird das bisherige Beratungsangebot der Opferberatung Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz auf eigenständige Füße gestellt. Bisher war diese direkt angebunden an die Landeskoordinierungsstelle des „Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz“.

Der Prozess gegen das Aktionsbüro Mittelrhein

Ursachen und Folgen eines gescheiterten Verfahrens

Die Akteure des „Aktionsbüro Mittelrhein“ schienen sich in ihrem eher ländlich geprägten Rückzugsbereich im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler sicher zu fühlen. Die meisten der Hauptprotagonisten, die erstmals ab dem Jahr 2004 als sogenannte Aktionsfront Mittelrhein öffentlich in Erscheinung traten, waren spätestens seit dieser Zeit ununterbrochen aktiv. Auf dem Höhepunkt der Aktivitäten wurde in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Wohnhaus angemietet, das in der (Szene-)Öffentlichkeit als „Braunes Haus“ firmierte und seitdem als Fixpunkt der regionalen wie überregionalen Naziszene galt. Vermeintlich ungestört durch staatliche Kontrollinstanzen machten die Mitglieder des „Aktionsbüro Mittelrhein“ durch verschiedene Aktivitäten auf sich aufmerksam. Insbesondere der jährlich stattfindende Aufmarsch in Remagen, bei dem die sogenannten „Rheinwiesenlager“1) geschichtsrevisionistisch instrumentalisiert wurden, verschafften dem „Aktionsbüro Mittelrhein“, deren Mitglieder den Aufmarsch maßgeblich mitorganisierten, überregionale Bekanntheit.