Steht Ihr Name auf einer der „Feindeslisten“ der extremen Rechten (bspw. auf der sogenannten „25.000er-Liste“)? Haben Sie ein diesbezügliches Schreiben des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz erhalten? Machen Sie sich Sorgen und brauchen Unterstützung und/oder Beratung? Kontaktieren Sie uns gerne!

telefon +49 151 10594799 | +49 261 55001140 | +49 261 55001141

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Antisemitismus nicht hinnehmen!

Die neonazistische Kleinpartei "Die Rechte" betreibt Europawahlkampf mit einem antisemitischen Tabubruch: Der Wahlkampfslogan "Israel ist unser Unglück!" variiert die Parole des NSDAP-Wochenblattes "Der Stürmer" ("Die Juden sind unser Unglück!") und knüpft damit direkt an die nationalsozialistische Aufhetzung zum Judenhass und zur Vernichtung an.

Frankfurter Erklärung in Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer & antisemitischer Gewalt

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Fall der rechtsextremen Morddrohungen an die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz möchten wir – die mobile Beratung für Betroffene Rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Rheinland-Pfalz – auf die „Frankfurter Erklärung in Solidarität mit den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ solidarisch hinweisen.

Beratung in Fällen antimuslimischer Aggressionen durch das Beratungsteam der Betroffenenberatung m*power in Rheinland-Pfalz

Antimuslimischer Rassismus stellt eine weitere Dimension der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit da. Er ist dabei argumentativ ähnlich aufgebaut wie klassisch rassistische/antisemitische Aggressionen.

Erste Fachtagung der Betroffenenberatung m*power

In den Räumen des RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz fand am Dienstag, 04.12.18, die erste Fachtagung der mobilen Beratungsstelle für Betroffene rechte, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Rheinland-Pfalz - m*power statt.

AUFRUF ZUR TEILNAHME AM TAG DER DEMOKRATIE IN REMAGEN AM 17.11.18

Am 17.11.18 werden wieder Akteure der extremen Rechten in Remagen zusammenkommen, um in einem geschichtsverzerrenden und -revisionistischen Versuch den deutschen Opfern der Rheinwiesenlager zu „gedenken“. Für die Neonaziszene aus Rheinland-Pfalz und den umliegenden Bundesländern bedeutet dieser „Trauermarsch“ jedoch mehr als nur „Gedenken“. Er ist als ein integraler Termin zur Vernetzung und Identifikation innerhalb der Szene zu verstehen.

Die extreme Rechte profitiert ungemein von den Gefühlen der Angst und Gleichgültigkeit, die solche Veranstaltungen oftmals begleiten. Umso erfreulicher sind die stattfindenden Gegenveranstaltungen des starken und breiten Gegenbündnisses, die parallel zum „Trauermarsch“ überall in Remagen geplant sind. Wichtig hierfür ist Ihre und unsere Partizipation. Die Verantwortung für Widerstand und Protest gegen die aufmarschierende extreme Rechte kann nicht alleinig auf die Politik abgestellt werden. Sie ruht vor allem bei der Bevölkerung von Remagen und Umgebung. Bei uns und bei Ihnen. Die Betroffenenberatung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – m*power ruft daher zur Teilnahme am „Tag der Demokratie – Gemeinsam für Demokratie und Toleranz“ am 17.11.18 in Remagen auf. Besuchen Sie uns gerne im Rahmen der Veranstaltungen am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz an unserem Informationsstand.

Weitere Informationen rund um den Ablauf der Gegenveranstaltungen finden Sie im Flyer oder auch auf der Internetseite des Bündnis Remagen.

Feierliche Eröffnung der Beratungsstelle m*power

Mit der feierlichen Eröffnung der Beratungsstelle „m*power“ am 19. Oktober 2017 wird das bisherige Beratungsangebot der Opferberatung Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz auf eigenständige Füße gestellt. Bisher war diese direkt angebunden an die Landeskoordinierungsstelle des „Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz“.

Der Prozess gegen das Aktionsbüro Mittelrhein

Ursachen und Folgen eines gescheiterten Verfahrens

Die Akteure des „Aktionsbüro Mittelrhein“ schienen sich in ihrem eher ländlich geprägten Rückzugsbereich im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler sicher zu fühlen. Die meisten der Hauptprotagonisten, die erstmals ab dem Jahr 2004 als sogenannte Aktionsfront Mittelrhein öffentlich in Erscheinung traten, waren spätestens seit dieser Zeit ununterbrochen aktiv. Auf dem Höhepunkt der Aktivitäten wurde in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Wohnhaus angemietet, das in der (Szene-)Öffentlichkeit als „Braunes Haus“ firmierte und seitdem als Fixpunkt der regionalen wie überregionalen Naziszene galt. Vermeintlich ungestört durch staatliche Kontrollinstanzen machten die Mitglieder des „Aktionsbüro Mittelrhein“ durch verschiedene Aktivitäten auf sich aufmerksam. Insbesondere der jährlich stattfindende Aufmarsch in Remagen, bei dem die sogenannten „Rheinwiesenlager“1) geschichtsrevisionistisch instrumentalisiert wurden, verschafften dem „Aktionsbüro Mittelrhein“, deren Mitglieder den Aufmarsch maßgeblich mitorganisierten, überregionale Bekanntheit.