Steht Ihr Name auf einer der „Feindeslisten“ der extremen Rechten (bspw. auf der sogenannten „25.000er-Liste“)? Haben Sie ein diesbezügliches Schreiben des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz erhalten? Machen Sie sich Sorgen und brauchen Unterstützung und/oder Beratung? Kontaktieren Sie uns gerne!

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Erste Fachtagung der Betroffenenberatung m*power

In den Räumen des RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz fand am Dienstag, 04.12.18, die erste Fachtagung der mobilen Beratungsstelle für Betroffene rechte, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Rheinland-Pfalz - m*power statt.

Die Fachtagung widmete sich in Form einer Vortragsreihe den „Herausforderungen in der Auseinandersetzung mit Rassismus und der Neuen Rechten“. Frau Katrin Wolf verband in ihrer Rolle als Moderatorin die Beiträge der Referent*innen und leitete gekonnt die anschließenden Diskussionen. Den Auftakt zur Fachtagung gab Herr Prof. Stephan Bundschuh mit seinem Vortrag „Warum Handeln Menschen (nicht) rassistisch?“, in welchem er der Fachtagung einen definitorischen Überbau zum Begriff des Rassismus gab, auf dem die folgenden Redebeiträge aufbauen konnten.

Fortsetzend näherte sich Dr. Carl Berning der Thematik der „Neuen Rechten“ und des Rechtspopulismus. Ausgehend von seiner Forschung erläuterte Dr. Carl Berning Akteure, Netzwerke und auch Unschärfen in der Begrifflichkeit der „Neuen Rechten“. Dann wurde es praktischer. Frau Deborah Krieg von der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt erweiterte die Fachtagung um die Thematik des Antisemitismus und schilderte lebhafte Eindrücke von den Geschehnissen der Frankfurter Buchmesse 2017 sowie der Bildungsarbeit ihrer Institution.

Die Gemengelage aus Neutralitätsgebot und staatlicher bzw. staatlich finanzierter Öffentlichkeitsarbeit bestimmt die Arbeit vieler Fachkräfte, die sich im Arbeitsfeld des präventiven und reaktiven Umgangs mit dem Themenfeld der extremen Rechten und des Antirassismus bewegen. Umso interessanter war daher der Vortrag von Prof. Dr. Friedhelm Hufen der Möglichkeiten und Grenzen innerhalb dieses Spannungsfeldes aufzeigte.

Frau Tupoka Ogette schloss den thematischen Rahmen der Fachtagung mit ihrer emotionalen und anregenden multimedialen Lesung aus ihrem Buch „exit racism“. Mit ihrer eigenen Perspektive als Betroffene und Aktivistin für rassismuskritisches Denken verlieh sie der Fachtagung eine ganz besondere Tiefe.

Die Betroffenenberatung m*power bedankt sich herzlich bei ihrem Träger P.A.u.L. e.V., dem Kompetenznetzwerk „demokratie leben!“ in Rheinland-Pfalz und dem Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz für die Unterstützung bei der Ausrichtung der Fachtagung.

Eine detaillierte Dokumentation der Fachtagung finden Sie in Kürze hier auf der Homepage von m*power.