Steht Ihr Name auf einer der „Feindeslisten“ der extremen Rechten (bspw. auf der sogenannten „25.000er-Liste“)? Haben Sie ein diesbezügliches Schreiben des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz erhalten? Machen Sie sich Sorgen und brauchen Unterstützung und/oder Beratung? Kontaktieren Sie uns gerne!

Weitere Informationen finden Sie hier

telefon +49 151 10594799 | +49 261 55001140 | +49 261 55001141

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Beratung in Fällen antimuslimischer Aggressionen durch das Beratungsteam der Betroffenenberatung m*power in Rheinland-Pfalz

Antimuslimischer Rassismus stellt eine weitere Dimension der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit da. Er ist dabei argumentativ ähnlich aufgebaut wie klassisch rassistische/antisemitische Aggressionen.

Der Dualismus des "Okzidents" gegenüber dem "Orient" wird heutzutage in vielerlei Hinsicht genutzt, um Mitbürger*innen gesellschaftlich auszugrenzen und zu diskriminieren. Die konstruierte "christliche Eigengruppe" wird aufgewertet und zeitlich von der abgewerteten "muslimischen Fremdgruppe" abgegrenzt. Diese Abgrenzung bezieht sich zum einen auf muslimische Menschen und zum anderen auf Menschen, denen aufgrund ihrer Äußerlichkeiten, ihrer Herkunft oder Kultur ein muslimischer Glauben zugeschrieben wird. Das Selbstverständnis der betroffenen Menschen und welche Rolle der Glaube in ihrem alltäglichen Leben spielt wird dabei genauso vernachlässigt, wie auch die Diversität des Islams als Glaubensrichtung. Die antimuslimische Diskriminierung reicht dabei von alltäglichen Aggressionen bis hin zu institutionell verfestigter Ungleichbehandlung.

Der antimuslimische Rassismus orientiert sich in seinem Aufbau direkt an dem traditionellen Rassismus, erweitert jedoch die konstruierten biologischen Unterscheidungsmerkmale, wie zum Beispiel das Aussehen oder die Abstammung, auf die Felder des Islams und der Kultur. Dabei wird Kultur als starres, unveränderliches Konzept konstruiert, welches naturalisiert mit der Geburt eines Menschen aufgenommen wird und unveränderlich durch das weitere Leben fortbesteht und fortwirkt. So werden Unvereinbarkeiten von verschiedenen Kultur- und Religionskreisen gezeichnet und die Abgrenzung legitimiert.

Die Betroffenenberatung m*power stellt sich offen hinter alle Betroffenengruppen, die in ihrem Alltag rassistischen Anfeindungen und Ausgrenzungsversuchen jedweder Art ausgesetzt sind. Sollten auch Sie sich von solchen Angriffen in Rheinland-Pfalz betroffen sehen, nehmen sie Kontakt mit unserem Beratungsteam auf!